ASV scheitert knapp im „Heimspiel“ beim Meister

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Mit einem Bus machten sich 28 Fans und Spieler am vergangenen Samstag auf den Weg zum letzten Saisonspiel der Basketballer des ASV. Das Ziel: Augsburg. Im Duell mit dem bereits feststehenden Meister wollte sich die Mannschaft noch einmal auf höchsten Niveau messen und den dritten Tabellenplatz untermauern.

Der kurzfristige Ausfall von Centerspieler Karel Ausprunk machte bereits im Vorfeld einen Strich durch die Rechnung von Headcoach Bradley Melton. In seiner Ansprache wies er seine Spieler darauf hin, sich abschießend für die so großartige Saison zu belohnen und sich nochmals auf höchstem Niveau zu messen, um auch mit einem positivem Gefühl in die lange Sommerpause zu gehen.

Die mitgereisten Chamer Fans sorgten mit Trommel und Fangesängen für eine überragende Stimmung und übertrumpften dabei sogar die Heimfans des Meisters. „Das war noch einmal ein Highlight und zeigt, welch überragenden Fans wir haben. Uns Spielern hat das viel bedeutet und daher an dieser Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön an unsere Fans für den Support“, lobte Kapitän Andreas Koller den Einsatz der eigenen Anhänger. Nicht überraschend war es daher, dass es auch der ASV war, der besser in die Partie startete und mit 11:3 das erste Momentum auf seiner Seite hatte. In der Folge jedoch wachte der bereits feststehende Meister auf und überzeugte wie schon in der ganzen Saison mit ihrer soliden und konstanten Spielweise.

Hohe Intensität im Spitzenspiel

Die Gastgeber konnten vor allem in Korbnähe immer wieder Punkten und kamen durch Schnellangriffe immer wieder zu Abschlüssen in der Offensive. Die Partie war von Beginn an von einer immens hohen Intensität geprägt und so mussten die Chamer Spieler in der Offensive immer wieder hart um ihre Punkte kämpfen. Doch trotz dieser Widrigkeiten gelang es der Mannschaft von Bradley Melton, immer in Schlagdistanz zu bleiben. Mit einem 41:36 Rückstand ging es für den ASV in die Halbzeitpause.

Der Chamer Trainer versuchte seine Spieler noch einmal zu motivieren, doch auch im dritten Viertel tat sich die Mannschaft unheimlich schwer, gegen die gut stehende Verteidigung der Schwaben zu hochprozentigen Abschlüssen zu kommen. Durch guten Einsatz am gegnerischen Korb gelang es in dieser Phase vor allem Simon und Sebastian Zierl durch Freiwürfe den ASV im Spiel zu halten. Beide überzeugten an diesem Abend mit acht beziehungsweise 11 Rebounds.

Finaler Run bleibt unbelohnt

Dass Basketball eine Sportart von „Läufen“ mit vielen Auf und Abs ist, zeigte sich dann auch im letzten Viertel wieder. Mit einem 62:53 Rückstand ging es für die Chamer in den Schlussabschnitt und innerhalb von nur zwei Minuten hieß es 62:62 und die Zuschauer und Fans bekamen eine Schlussphase geboten, wie es sich für ein Spitzenspiel zum Saisonabschluss gehörte. Zwar konnte sich Augsburg nochmal auf sechs Punkte absetzen, doch nach einer Auszeit von Melton war es Simon Zierl, der mit vier schnellen Punkten seine Mannschaft 13 Sekunden vor dem Ende nochmals auf 76:74 heranbrachte.

Der ASV foulte die Gastgeber, um die Uhr zu stoppen und schickte Augsburgs Topscorer Matthias Ottlik an die Freiwurflinie. Dieser vergab den ersten und verwandelte den zweiten, so dass Cham einen Dreier zum Ausgleich benötigt hätte. Melton verzichtete auf eine Auszeit, um den Gästen nicht die Möglichkeit zu geben, sich in der Verteidigung zu sortieren. Gabriel Wiedemann mit dem Ball in seiner Hand stieg an der Dreierlinie nach oben, wurde jedoch von mehreren Augsburger Spielern belagert und dem Augsburger Benedikt Geldner in letzter Sekunde geblockt.

Die Schiedsrichter entschieden nicht auf Foul und somit bejubelten die Gastgeber im Anschluss nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den 77:74- Sieg zum Abschluss der Saison.

Für den ASV spielten: Simon Zierl (23 Punkte / 1 Dreier), Gabriel Wiedemann (20/4), Patrick Kamm (14/1), Sebastian Zierl (6), Vidoje Lukovic (5/1), Samuel Wiedemann (4), Andreas Koller (2), Baran Baygin, Julian Klauk und Christian Wingenfeld.

Auch Cham jubelt und feiert

Augsburgs Trainer adelte nach der Partie den ASV als den schwersten Gegner der laufenden Saison. Und auch wenn dies nur ein schwacher Trost nach einer solchen Niederlage ist, so feierten die mitgereisten Chamer Fans ihre Mannschaft so, als ob sie der Sieger und Meister wären und honorierten damit den Einsatz und Kampfgeist, der wieder einmal an den Tag gelegt wurde. Aufgrund der Niederlage richteten sich die Augen nach Treuchtlingen und das Ergebnis des zweiten Spitzenspiels des Tages. Dank des 53:78 – Auswärtserfolgs des Tabellenzweiten Post SV Nürnberg bleibt der ASV auch in der Abschlusstabelle auf einem sensationellen dritten Tabellenplatz.

„Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, die in der nächsten Saison in der Regionalliga spielen wird. Darauf können wir stolz sein. Zudem haben wir nahezu alle unsere Ziele erreicht. Wir haben uns individuell und als Team kontinuierlich verbessert und das ist alles, was man als Coach in einer Saison verlangen kann“, resümierte Headcoach Bradley das Spiel und seine erste Saison in Cham. Mit dem dritten Platz verbesserte sich der ASV um gleich fünf Plätze im Vergleich zur Vorsaison und erreichte damit das beste Resultat der Vereinsgeschichte. Zudem rangiert man in der Abschlusstabelle als beste Oberpfälzer Mannschaft.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

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ASV scheitert knapp im „Heimspiel“ beim Meister

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Mit einem Bus machten sich 28 Fans und Spieler am vergangenen Samstag auf den Weg zum letzten Saisonspiel der Basketballer des ASV. Das Ziel: Augsburg. Im Duell mit dem bereits feststehenden Meister wollte sich die Mannschaft noch einmal auf höchsten Niveau messen und den dritten Tabellenplatz untermauern.

Der kurzfristige Ausfall von Centerspieler Karel Ausprunk machte bereits im Vorfeld einen Strich durch die Rechnung von Headcoach Bradley Melton. In seiner Ansprache wies er seine Spieler darauf hin, sich abschießend für die so großartige Saison zu belohnen und sich nochmals auf höchstem Niveau zu messen, um auch mit einem positivem Gefühl in die lange Sommerpause zu gehen.

Die mitgereisten Chamer Fans sorgten mit Trommel und Fangesängen für eine überragende Stimmung und übertrumpften dabei sogar die Heimfans des Meisters. „Das war noch einmal ein Highlight und zeigt, welch überragenden Fans wir haben. Uns Spielern hat das viel bedeutet und daher an dieser Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön an unsere Fans für den Support“, lobte Kapitän Andreas Koller den Einsatz der eigenen Anhänger. Nicht überraschend war es daher, dass es auch der ASV war, der besser in die Partie startete und mit 11:3 das erste Momentum auf seiner Seite hatte. In der Folge jedoch wachte der bereits feststehende Meister auf und überzeugte wie schon in der ganzen Saison mit ihrer soliden und konstanten Spielweise.

Hohe Intensität im Spitzenspiel

Die Gastgeber konnten vor allem in Korbnähe immer wieder Punkten und kamen durch Schnellangriffe immer wieder zu Abschlüssen in der Offensive. Die Partie war von Beginn an von einer immens hohen Intensität geprägt und so mussten die Chamer Spieler in der Offensive immer wieder hart um ihre Punkte kämpfen. Doch trotz dieser Widrigkeiten gelang es der Mannschaft von Bradley Melton, immer in Schlagdistanz zu bleiben. Mit einem 41:36 Rückstand ging es für den ASV in die Halbzeitpause.

Der Chamer Trainer versuchte seine Spieler noch einmal zu motivieren, doch auch im dritten Viertel tat sich die Mannschaft unheimlich schwer, gegen die gut stehende Verteidigung der Schwaben zu hochprozentigen Abschlüssen zu kommen. Durch guten Einsatz am gegnerischen Korb gelang es in dieser Phase vor allem Simon und Sebastian Zierl durch Freiwürfe den ASV im Spiel zu halten. Beide überzeugten an diesem Abend mit acht beziehungsweise 11 Rebounds.

Finaler Run bleibt unbelohnt

Dass Basketball eine Sportart von „Läufen“ mit vielen Auf und Abs ist, zeigte sich dann auch im letzten Viertel wieder. Mit einem 62:53 Rückstand ging es für die Chamer in den Schlussabschnitt und innerhalb von nur zwei Minuten hieß es 62:62 und die Zuschauer und Fans bekamen eine Schlussphase geboten, wie es sich für ein Spitzenspiel zum Saisonabschluss gehörte. Zwar konnte sich Augsburg nochmal auf sechs Punkte absetzen, doch nach einer Auszeit von Melton war es Simon Zierl, der mit vier schnellen Punkten seine Mannschaft 13 Sekunden vor dem Ende nochmals auf 76:74 heranbrachte.

Der ASV foulte die Gastgeber, um die Uhr zu stoppen und schickte Augsburgs Topscorer Matthias Ottlik an die Freiwurflinie. Dieser vergab den ersten und verwandelte den zweiten, so dass Cham einen Dreier zum Ausgleich benötigt hätte. Melton verzichtete auf eine Auszeit, um den Gästen nicht die Möglichkeit zu geben, sich in der Verteidigung zu sortieren. Gabriel Wiedemann mit dem Ball in seiner Hand stieg an der Dreierlinie nach oben, wurde jedoch von mehreren Augsburger Spielern belagert und dem Augsburger Benedikt Geldner in letzter Sekunde geblockt.

Die Schiedsrichter entschieden nicht auf Foul und somit bejubelten die Gastgeber im Anschluss nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den 77:74- Sieg zum Abschluss der Saison.

Für den ASV spielten: Simon Zierl (23 Punkte / 1 Dreier), Gabriel Wiedemann (20/4), Patrick Kamm (14/1), Sebastian Zierl (6), Vidoje Lukovic (5/1), Samuel Wiedemann (4), Andreas Koller (2), Baran Baygin, Julian Klauk und Christian Wingenfeld.

Auch Cham jubelt und feiert

Augsburgs Trainer adelte nach der Partie den ASV als den schwersten Gegner der laufenden Saison. Und auch wenn dies nur ein schwacher Trost nach einer solchen Niederlage ist, so feierten die mitgereisten Chamer Fans ihre Mannschaft so, als ob sie der Sieger und Meister wären und honorierten damit den Einsatz und Kampfgeist, der wieder einmal an den Tag gelegt wurde. Aufgrund der Niederlage richteten sich die Augen nach Treuchtlingen und das Ergebnis des zweiten Spitzenspiels des Tages. Dank des 53:78 – Auswärtserfolgs des Tabellenzweiten Post SV Nürnberg bleibt der ASV auch in der Abschlusstabelle auf einem sensationellen dritten Tabellenplatz.

„Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, die in der nächsten Saison in der Regionalliga spielen wird. Darauf können wir stolz sein. Zudem haben wir nahezu alle unsere Ziele erreicht. Wir haben uns individuell und als Team kontinuierlich verbessert und das ist alles, was man als Coach in einer Saison verlangen kann“, resümierte Headcoach Bradley das Spiel und seine erste Saison in Cham. Mit dem dritten Platz verbesserte sich der ASV um gleich fünf Plätze im Vergleich zur Vorsaison und erreichte damit das beste Resultat der Vereinsgeschichte. Zudem rangiert man in der Abschlusstabelle als beste Oberpfälzer Mannschaft.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

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