ASV verliert Herzschlagfinale

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Nach der jüngsten Niederlage in Sulzbach hatten sich die Basketballer des ASV für das Heimspiel gegen Nürnberg viel vorgenommen. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie entschied am Ende der letzte Wurf und die Gäste aus Nürnberg waren der glückliche Gewinner.

Wie erwartet mussten die Chamer dabei auf die Dienste von Neuzugang Karel Ausprunk verzichten. Der 24 Jährige verletzte sich in Sulzbach und konnte auch während der Woche nicht wieder trainieren. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, die den ASV zu mehreren Ballverlusten zwangen und so selbst einfache Punkte erzielen konnten. Erst nach einer Auszeit von Melton fing sich die Heimmannschaft allmählich und kam in der Offensive zu den ersten Punkten. Bis zur Viertelpause steigerte sich die Mannschaft und konnte trotz der Ballverluste eine 20:17 – Führung herausspielen.

Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild. Der ASV tat sich in der Offensive weiter schwer ein geordnetes Spiel aufzuziehen, schaffte es aber letztlich vor allem Simon Zierl immer wieder in Szene zu setzen. Zehn der dreizehn Chamer Punkte in diesem Abschnitt gingen auf sein Konto. Die gute Nachricht bis dahin: Dem ASV gelang es das beste Dreierteam der Liga auf lediglich zwei Erfolge aus der Distanz einzuschränken. Mit einem 33:34 ging es in die Halbzeitpause.

Verschlafener Beginn in Halbzeit zwei

In der Halbzeitpause mahnte der Chamer Trainer seine Spieler noch davor, die zweite Hälfte nicht zu unkonzentriert anzugehen und von Beginn an wach zu sein. Doch dann war es erneut Nürnberg, die den besseren Start erwischten und zwölf Punkte in Folge erzielten. Ein Vorsprung, der weh tut und viel Kraft kosten würde wieder aufzuholen. Erst nach vier Minuten beendete Gabriel Wiedemann die Chamer Durststrecke. Von nun an agierten die Hausherren wieder auf Augenhöhe, doch die eigenen Unkonzentriertheiten konnten nicht ganz abgestellt werden.

Mit einem 42:51 – Rückstand zu Beginn des letzten Spielabschnittes stand der ASV nun mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft zeigte jedoch die richtige Reaktion. „Sebastian Zierl hat uns viele wichtige Rebounds geholt und wie immer Stabilität in der Defensive gegeben. Patrick Kamm hat uns mit seinen Dreiern im letzten Viertel wieder in das Spiel gebracht“, so Melton nach der Partie. Zwar vergab die Mannschaft immer wieder Würfe aus der Distanz, doch Sebastian Zierl sorgte für die wichtigen zweiten Wurfchancen. Patrick Kamm mit drei Dreiern und Simon Zierl mit einem wussten diese zu nutzen und tatsächlich führte der ASV zwei Minuten vor dem Ende mit einem Punkt. Nachdem sich Nürnberg die Führung (58:59) zurückerobert hatte, blieben dem ASV noch zehn Sekunden. Nürnberg verteidigte intensiv und der letzte Wurf der Chamer verfehlte mit der Schlusssirene den Korb. Die Anzeigetafel zeigte eine unglückliche 58:59 – Niederlage an.

Für den ASV spielten: Simon Zierl (23 Punkte / 1 Dreier), Samuel Wiedemann (14/3), Patrick Kamm (9/3), Gabriel Wiedemann (7/1), Andreas Koller (3), Sebastian Zierl (2), Vidoje Lukovic, Julian Klauk, Louis Keber, Andi Cumurija und Genis Giro Balada.

Offensive muss sich steigern

Die beste Offensivmannschaft bei nur 59 Punkten und vier erfolgreichen Dreiern zu halten, ist positiv zu sehen, doch in der Offensive muss die Mannschaft von Bradley Melton nun wieder Ihren Rhythmus finden. „Wir haben trotz acht Dreiern einen schlechten Shooting-Tag erwischt. Nürnberg ist aber auch ein sehr gutes und erfahrenes Team. Sie haben gut gespielt“, so der Chamer Coach. Die Mannschaft muss daran arbeiten, solche mehrere Minuten andauernde Schwächephasen zu vermeiden und noch konzentrierter zu agieren.

„Wir haben das Spiel nicht mit dem letzten Wurf verloren, sondern durch unsere vielen Fehlwürfe und Ballverluste. Wenn wir das abstellen, werden wir in solchen Spielen in einer anderen Position sein“, fasste Kapitän Andreas Koller die Partie zusammen. Mit der Niederlage steht die Mannschaft nun beim Auswärtsspiel in Treuchtlingen noch mehr unter Druck. Dass man in der bisherigen Bayernliga-Historie bislang noch keinen einzigen Sieg gegen den VFL einfahren konnte, macht die Aufgabe nicht leichter. Doch will man die Negativserie stoppen, müssen auch solche Spiele einmal gewonnen werden.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

Foto: Barbara Scheck-Träger

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ASV verliert Herzschlagfinale

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Nach der jüngsten Niederlage in Sulzbach hatten sich die Basketballer des ASV für das Heimspiel gegen Nürnberg viel vorgenommen. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie entschied am Ende der letzte Wurf und die Gäste aus Nürnberg waren der glückliche Gewinner.

Wie erwartet mussten die Chamer dabei auf die Dienste von Neuzugang Karel Ausprunk verzichten. Der 24 Jährige verletzte sich in Sulzbach und konnte auch während der Woche nicht wieder trainieren. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste, die den ASV zu mehreren Ballverlusten zwangen und so selbst einfache Punkte erzielen konnten. Erst nach einer Auszeit von Melton fing sich die Heimmannschaft allmählich und kam in der Offensive zu den ersten Punkten. Bis zur Viertelpause steigerte sich die Mannschaft und konnte trotz der Ballverluste eine 20:17 – Führung herausspielen.

Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild. Der ASV tat sich in der Offensive weiter schwer ein geordnetes Spiel aufzuziehen, schaffte es aber letztlich vor allem Simon Zierl immer wieder in Szene zu setzen. Zehn der dreizehn Chamer Punkte in diesem Abschnitt gingen auf sein Konto. Die gute Nachricht bis dahin: Dem ASV gelang es das beste Dreierteam der Liga auf lediglich zwei Erfolge aus der Distanz einzuschränken. Mit einem 33:34 ging es in die Halbzeitpause.

Verschlafener Beginn in Halbzeit zwei

In der Halbzeitpause mahnte der Chamer Trainer seine Spieler noch davor, die zweite Hälfte nicht zu unkonzentriert anzugehen und von Beginn an wach zu sein. Doch dann war es erneut Nürnberg, die den besseren Start erwischten und zwölf Punkte in Folge erzielten. Ein Vorsprung, der weh tut und viel Kraft kosten würde wieder aufzuholen. Erst nach vier Minuten beendete Gabriel Wiedemann die Chamer Durststrecke. Von nun an agierten die Hausherren wieder auf Augenhöhe, doch die eigenen Unkonzentriertheiten konnten nicht ganz abgestellt werden.

Mit einem 42:51 – Rückstand zu Beginn des letzten Spielabschnittes stand der ASV nun mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft zeigte jedoch die richtige Reaktion. „Sebastian Zierl hat uns viele wichtige Rebounds geholt und wie immer Stabilität in der Defensive gegeben. Patrick Kamm hat uns mit seinen Dreiern im letzten Viertel wieder in das Spiel gebracht“, so Melton nach der Partie. Zwar vergab die Mannschaft immer wieder Würfe aus der Distanz, doch Sebastian Zierl sorgte für die wichtigen zweiten Wurfchancen. Patrick Kamm mit drei Dreiern und Simon Zierl mit einem wussten diese zu nutzen und tatsächlich führte der ASV zwei Minuten vor dem Ende mit einem Punkt. Nachdem sich Nürnberg die Führung (58:59) zurückerobert hatte, blieben dem ASV noch zehn Sekunden. Nürnberg verteidigte intensiv und der letzte Wurf der Chamer verfehlte mit der Schlusssirene den Korb. Die Anzeigetafel zeigte eine unglückliche 58:59 – Niederlage an.

Für den ASV spielten: Simon Zierl (23 Punkte / 1 Dreier), Samuel Wiedemann (14/3), Patrick Kamm (9/3), Gabriel Wiedemann (7/1), Andreas Koller (3), Sebastian Zierl (2), Vidoje Lukovic, Julian Klauk, Louis Keber, Andi Cumurija und Genis Giro Balada.

Offensive muss sich steigern

Die beste Offensivmannschaft bei nur 59 Punkten und vier erfolgreichen Dreiern zu halten, ist positiv zu sehen, doch in der Offensive muss die Mannschaft von Bradley Melton nun wieder Ihren Rhythmus finden. „Wir haben trotz acht Dreiern einen schlechten Shooting-Tag erwischt. Nürnberg ist aber auch ein sehr gutes und erfahrenes Team. Sie haben gut gespielt“, so der Chamer Coach. Die Mannschaft muss daran arbeiten, solche mehrere Minuten andauernde Schwächephasen zu vermeiden und noch konzentrierter zu agieren.

„Wir haben das Spiel nicht mit dem letzten Wurf verloren, sondern durch unsere vielen Fehlwürfe und Ballverluste. Wenn wir das abstellen, werden wir in solchen Spielen in einer anderen Position sein“, fasste Kapitän Andreas Koller die Partie zusammen. Mit der Niederlage steht die Mannschaft nun beim Auswärtsspiel in Treuchtlingen noch mehr unter Druck. Dass man in der bisherigen Bayernliga-Historie bislang noch keinen einzigen Sieg gegen den VFL einfahren konnte, macht die Aufgabe nicht leichter. Doch will man die Negativserie stoppen, müssen auch solche Spiele einmal gewonnen werden.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

Foto: Barbara Scheck-Träger

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