Luchse bezwingen auch Spitzenreiter

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Die Bayerwald Luchse Cham reisten zum Spitzenspiel der Bayernliga in das knapp 200 Kilometer entfernte Gröbenzell. Beim Tabellenführer war es eine Berg- und Talfahrt und am Ende ein Herzschlagfinale mit dem besseren Ende für die Chamer (85:86).

Vor der Partie des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten mussten beide Teams personelle Rückschläge hinnehmen. Während Chams Trainer Bradley Melton kurzfristig auf den verletzten Neuzugang Paul Vondra verzichten musste, verletzte sich Gröbenzells Big Man Thomas Auerhammer beim Aufwärmen und konnte ebenfalls nicht mitwirken. Beide Mannschaften stellten bis dato die besten Offensiven der Liga, doch zu Beginn waren es die Chamer, die im Angriff früher ihren Rhythmus fingen. 10:0 hieß es nach nur drei Minuten und Gröbenzells Coach Knezevic war zu seiner ersten Auszeit gezwungen.

In der restlichen ersten Hälfte prägte dann vor allem Gröbenzells Guard Szembek Jan Christopher die Partie. 26 Punkte erzielte er alleine in den Vierteln eins und zwei. Er war es, der mit seinem Zug zum Korb immer wieder Lücken in die Chamer Verteidigung riss und die offenen Distanzschützen fand. Die Offensive der Luchse geriet ins Stocken und so baute der Tabellenführer den Vorsprung auf 61:43 aus. „Wir haben in der ersten Hälfte defensiv ganz schlecht gespielt und haben keinen Zugriff gefunden. Ich habe meiner Mannschaft dann in der Halbzeitpause gesagt, dass ich enttäuscht darüber war und ich sehen will, ob man gegen so ein Team nochmal zurückkommen kann“, so ein in der Halbzeit sichtlich angefressener Chamer Trainer.

Beste Halbzeit der Saison

Die Ansprache von Melton scheint gefruchtet zu haben und die Aufholjagd der Bayerwald Luchse ließ nicht lange auf sich warten. Mit drei schnellen Dreiern und einem 13:2 – Lauf war der Vorsprung innerhalb von nur vier Minuten auf neun Punkte geschrumpft. Die Gastgeber haderten in dieser Phase mit einigen Schiedsrichterentscheidungen und verloren dadurch ihren Rhythmus. Vor allem aber in der Verteidigung agierten die Chamer nun besser. Lediglich elf Punkte wurden im dritten Viertel zugelassen und so ging es mit einem 72:65 in den Schlussabschnitt.

Die Spieler von Melton wollten diese Aufholjagd nun auch krönen und setzten kontinuierlich nach. Vor allem Simon Zierl war an diesem Tag nicht zu stoppen. Immer wieder attackierte er mit seiner Athletik den Gröbenzeller Korb. Vier Minuten vor dem Ende war es dann geschafft und auf der Anzeigentafel leuchtete ein 78:78 – Ausgleich! Die Partie fing wieder bei null an und die Chamer blieben am Drücker. In der Schlussminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst vergab der sonst so starke Zierl zwei Freiwürfe, blockte im Gegenzug Nils Wittlinger bei einem Dreierversuch. Die Schiedsrichter pfiffen spät und entschieden auf Foul und drei Freiwürfe. Chams Trainer gefiel das gar nicht und beschwerte sich, was ein technisches Foul und einen zusätzlichen Freiwurf nach sich zog. Ein Glück, dass die Gastgeber Nerven zeigten und nur zwei der vier Freiwürfe verwandelten. Bei 13 Sekunden zu spielen und einem Punkt Rückstand suchten die Chamer dann Centerspieler Karel Ausprunk, der unter dem Korb nur mit einem Foul zu stoppen war. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von ihm sorgten für die 85:86 – Führung der Luchse. Der letzte Wurf von Wittlinger im Gegenzug prallte vom Ring ab und der Chamer Jubel über den knappen Auswärtserfolg war groß.

Für Cham spielten: Simon Zierl (28 Punkte / 2 Dreier), Karel Ausprunk (25/2), Gabriel Wiedemann (22/4), Patrick Kamm (6/1), Samuel Wiedemann (3), Sebastian Zierl (2), Andreas Koller, Julian Klauk und Vidoje Lukovic.

„Wir haben in der zweiten Hälfte unsere wohl beste Saisonleistung gezeigt und verdient gewonnen. Das offensivstärkste Team nach der Pause bei nur 24 Punkten zu halten ist eine starke Leistung für welche meine Spieler viel Respekt verdient haben. Wir haben heute Herz gezeigt“, spricht ein überglücklicher Chamer Coach nach der Partie. Im Anschluss feierte die Mannschaft mit den mitgereisten Fans den Auswärtssieg. Den Erfolgsweg will man nun natürlich weiter fortsetzen und auch im nächsten Heimspiel weitermachen. Dann ist der TSV Neuötting zu Gast in Cham. Aufgrund einer Terminkollision findet das Heimspiel am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr in der Johann Brunner Mittelschule (JBM) statt.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=27750

Foto: Raphael Wiedemann

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Luchse bezwingen auch Spitzenreiter

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Die Bayerwald Luchse Cham reisten zum Spitzenspiel der Bayernliga in das knapp 200 Kilometer entfernte Gröbenzell. Beim Tabellenführer war es eine Berg- und Talfahrt und am Ende ein Herzschlagfinale mit dem besseren Ende für die Chamer (85:86).

Vor der Partie des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten mussten beide Teams personelle Rückschläge hinnehmen. Während Chams Trainer Bradley Melton kurzfristig auf den verletzten Neuzugang Paul Vondra verzichten musste, verletzte sich Gröbenzells Big Man Thomas Auerhammer beim Aufwärmen und konnte ebenfalls nicht mitwirken. Beide Mannschaften stellten bis dato die besten Offensiven der Liga, doch zu Beginn waren es die Chamer, die im Angriff früher ihren Rhythmus fingen. 10:0 hieß es nach nur drei Minuten und Gröbenzells Coach Knezevic war zu seiner ersten Auszeit gezwungen.

In der restlichen ersten Hälfte prägte dann vor allem Gröbenzells Guard Szembek Jan Christopher die Partie. 26 Punkte erzielte er alleine in den Vierteln eins und zwei. Er war es, der mit seinem Zug zum Korb immer wieder Lücken in die Chamer Verteidigung riss und die offenen Distanzschützen fand. Die Offensive der Luchse geriet ins Stocken und so baute der Tabellenführer den Vorsprung auf 61:43 aus. „Wir haben in der ersten Hälfte defensiv ganz schlecht gespielt und haben keinen Zugriff gefunden. Ich habe meiner Mannschaft dann in der Halbzeitpause gesagt, dass ich enttäuscht darüber war und ich sehen will, ob man gegen so ein Team nochmal zurückkommen kann“, so ein in der Halbzeit sichtlich angefressener Chamer Trainer.

Beste Halbzeit der Saison

Die Ansprache von Melton scheint gefruchtet zu haben und die Aufholjagd der Bayerwald Luchse ließ nicht lange auf sich warten. Mit drei schnellen Dreiern und einem 13:2 – Lauf war der Vorsprung innerhalb von nur vier Minuten auf neun Punkte geschrumpft. Die Gastgeber haderten in dieser Phase mit einigen Schiedsrichterentscheidungen und verloren dadurch ihren Rhythmus. Vor allem aber in der Verteidigung agierten die Chamer nun besser. Lediglich elf Punkte wurden im dritten Viertel zugelassen und so ging es mit einem 72:65 in den Schlussabschnitt.

Die Spieler von Melton wollten diese Aufholjagd nun auch krönen und setzten kontinuierlich nach. Vor allem Simon Zierl war an diesem Tag nicht zu stoppen. Immer wieder attackierte er mit seiner Athletik den Gröbenzeller Korb. Vier Minuten vor dem Ende war es dann geschafft und auf der Anzeigentafel leuchtete ein 78:78 – Ausgleich! Die Partie fing wieder bei null an und die Chamer blieben am Drücker. In der Schlussminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst vergab der sonst so starke Zierl zwei Freiwürfe, blockte im Gegenzug Nils Wittlinger bei einem Dreierversuch. Die Schiedsrichter pfiffen spät und entschieden auf Foul und drei Freiwürfe. Chams Trainer gefiel das gar nicht und beschwerte sich, was ein technisches Foul und einen zusätzlichen Freiwurf nach sich zog. Ein Glück, dass die Gastgeber Nerven zeigten und nur zwei der vier Freiwürfe verwandelten. Bei 13 Sekunden zu spielen und einem Punkt Rückstand suchten die Chamer dann Centerspieler Karel Ausprunk, der unter dem Korb nur mit einem Foul zu stoppen war. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von ihm sorgten für die 85:86 – Führung der Luchse. Der letzte Wurf von Wittlinger im Gegenzug prallte vom Ring ab und der Chamer Jubel über den knappen Auswärtserfolg war groß.

Für Cham spielten: Simon Zierl (28 Punkte / 2 Dreier), Karel Ausprunk (25/2), Gabriel Wiedemann (22/4), Patrick Kamm (6/1), Samuel Wiedemann (3), Sebastian Zierl (2), Andreas Koller, Julian Klauk und Vidoje Lukovic.

„Wir haben in der zweiten Hälfte unsere wohl beste Saisonleistung gezeigt und verdient gewonnen. Das offensivstärkste Team nach der Pause bei nur 24 Punkten zu halten ist eine starke Leistung für welche meine Spieler viel Respekt verdient haben. Wir haben heute Herz gezeigt“, spricht ein überglücklicher Chamer Coach nach der Partie. Im Anschluss feierte die Mannschaft mit den mitgereisten Fans den Auswärtssieg. Den Erfolgsweg will man nun natürlich weiter fortsetzen und auch im nächsten Heimspiel weitermachen. Dann ist der TSV Neuötting zu Gast in Cham. Aufgrund einer Terminkollision findet das Heimspiel am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr in der Johann Brunner Mittelschule (JBM) statt.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=27750

Foto: Raphael Wiedemann

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