Starker Beginn reicht nicht

von Andreas Koller (Kommentare: 0)

Bereits das zweite Oberpfalzderby in der noch jungen Saison versprach einiges an Spannung. Zwei neue Trainer an der Seitenlinie und zwei Mannschaften auf Augenhöhe sorgten für eine packende Partie, in der die Regensburger Neuzugänge die entscheidenden Faktoren waren. Die Domstädter behielten am Ende mit 89:81 die Oberhand.

„Wir hatten einen sehr guten Start in die Partie und viele Spieler konnten sich hier einbringen“, zeigte sich ASV Coach Bradley Melton zufrieden mit den ersten zehn Minuten. Mit sechs erfolgreichen Dreiern und einer 16:25-Führung sorgten die Chamer Gäste in Regensburg für überraschte Blicke bei den Regensburger Zuschauern.

Mit den beiden Neuzugängen Victor Dreschner und Centerspieler Stawowski Daniel, der vom ProB-Ligisten BBC Coburg nach Regensburg kam, standen Neu-Coach Muhammet Tatli ein 12-Mann-tiefer Kader zur Verfügung. Gerade den gebürtigen 2,06 Meter großen Stawowski versuchten die Gastgeber immer wieder in Szene zu setzen. Mit Erfolg – und so blieb Regensburg trotz mäßigem Wurfglück aus der Distanz bis zur Halbzeitpause im Spiel (37:43).

ASV hält Regensburger Druck stand

In der zweiten Hälfte wollte Melton von Chamer Seite wieder mehr Bewegung in der Offensive sehen. Die Hausherren jedoch starteten motiviert und furios nach der Pause. Mit einem 14:7 – Lauf in den ersten fünf Minuten war das Spiel ausgeglichen und die Gäste hatten sich das sogenannte Momentum auf ihre Seite geholt. Doch im Anschluss zeigte sich der ASV routiniert und Neuzugang Vidoje Lukovic wusste in dieser Phase mit einigen schönen Offensivaktionen zu überzeugen. Mit einem seiner insgesamt sechs Dreier sorgte dann Gabriel Wiedemann für das 59:66, mit dem es dann auch in den Schlussabschnitt ging.

Starke Anfangsphase reichte nicht

In den letzten zehn Minuten zeigten die Gastgeber dann, welches Potential in der Mannschaft steckt. Heid Johannes aus der Distanz, Mayer Thomas (20 Punkte) von der Freiwurflinie und Daniel Stawowski (20 Punkte) unter dem Korb sorgten für schier unlösbare Probleme beim ASV. Neuzugang Dreschner (13 Punkte) überzeugte dazu noch mit seinem Zug zum Korb. Zwar hielt Gabriel Wiedemann seine Mannschaft mit zwei weiteren Dreipunktewürfen bis zwei Minuten vor dem Ende im Spiel, doch in der Folge waren es die Regensburger, die die entscheidenden Körbe erzielen konnten.

Für eine unschöne Szene sorgte dann knapp dreißig Sekunden vor dem Ende Regensburgs Spieler Markus Höß, als er bei einer Sieben-Punkte-Führung Gabriel Wiedemann bei einem Dreipunktewurf unsportlich foulte. Einige Freiwürfe später feierten die Gastgeber dann den hart umkämpften 89:81 – Heimsieg, während auf Chamer Seite hängende Köpfe, aufgrund des möglichen Auswärtssieges, zu sehen waren.

Für den ASV spielten: Gabriel Wiedemann (29 Punkte / 6 Dreier), Simon Zierl (19/3), Patrick Kamm (10/1), Samuel Wiedemann (10/1), Vidoje Lukovic (8), Andreas Koller (3), Sebastian Zierl (2), Andi Cumurija, Daniele De Rossi, Louis Keber, Julian Klauk und Christian Wingenfeld.

Pause kommt gerade Recht

„Wir haben 30 bis 35 Minuten gut gespielt und konnten das Spiel nicht so stark beenden wie noch im Spiel gegen Neuötting“, resümierte Melton die Partie. Mitte der zweiten Hälfte hatte der ASV Coach sein erstes technische Foul seit über fünf Jahren bekommen, als er sich über einen ausgebliebenen Pfiff beschwert hatte, nachdem ein Chamer Spieler beim Wurfversuch gestoßen wurde. „Wir müssen an unserer Verteidigung arbeiten, nachdem wir jetzt zum zweiten Mal knapp 90 Punkte zugelassen haben“, hat der Headcoach des ASV aber schon Verbesserungspotential entdeckt.

Hinzu kommt, dass die Mannschaft gerade in der zweiten Halbzeit zu viele Freiwürfe verworfen hat. Gerade in so engen Spielen rächt sich dies häufig zum Ende einer Partie. „Die Spieler müssen sich aber immer noch an die neuen Systeme gewöhnen. Es ist gut, dass wir jetzt zwei volle Trainingswochen Zeit haben, um an diesen Dingen zu arbeiten und diese Zeit wollen wir auch nutzen“, ist Melton froh, dass der ASV am kommenden Wochenende spielfrei hat. Aufgrund des Rückzugs des TSV Olching, hat man ein Spiel weniger zu absolvieren und die Trainingseinheiten können besser genutzt werden.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

Hinweis: Das nächste Spiel der Basketballer findet am Sonntag, den 28. Oktober 2018 um 15.00 Uhr in der Chamer Zweifachturnhalle statt. Der Gegner ist dann der Tabellenneunte TuSpo Heroldsberg.

Foto: Raphael Wiedemann (PhotogRAPHY)

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Bereits das zweite Oberpfalzderby in der noch jungen Saison versprach einiges an Spannung. Zwei neue Trainer an der Seitenlinie und zwei Mannschaften auf Augenhöhe sorgten für eine packende Partie, in der die Regensburger Neuzugänge die entscheidenden Faktoren waren. Die Domstädter behielten am Ende mit 89:81 die Oberhand.

„Wir hatten einen sehr guten Start in die Partie und viele Spieler konnten sich hier einbringen“, zeigte sich ASV Coach Bradley Melton zufrieden mit den ersten zehn Minuten. Mit sechs erfolgreichen Dreiern und einer 16:25-Führung sorgten die Chamer Gäste in Regensburg für überraschte Blicke bei den Regensburger Zuschauern.

Mit den beiden Neuzugängen Victor Dreschner und Centerspieler Stawowski Daniel, der vom ProB-Ligisten BBC Coburg nach Regensburg kam, standen Neu-Coach Muhammet Tatli ein 12-Mann-tiefer Kader zur Verfügung. Gerade den gebürtigen 2,06 Meter großen Stawowski versuchten die Gastgeber immer wieder in Szene zu setzen. Mit Erfolg – und so blieb Regensburg trotz mäßigem Wurfglück aus der Distanz bis zur Halbzeitpause im Spiel (37:43).

ASV hält Regensburger Druck stand

In der zweiten Hälfte wollte Melton von Chamer Seite wieder mehr Bewegung in der Offensive sehen. Die Hausherren jedoch starteten motiviert und furios nach der Pause. Mit einem 14:7 – Lauf in den ersten fünf Minuten war das Spiel ausgeglichen und die Gäste hatten sich das sogenannte Momentum auf ihre Seite geholt. Doch im Anschluss zeigte sich der ASV routiniert und Neuzugang Vidoje Lukovic wusste in dieser Phase mit einigen schönen Offensivaktionen zu überzeugen. Mit einem seiner insgesamt sechs Dreier sorgte dann Gabriel Wiedemann für das 59:66, mit dem es dann auch in den Schlussabschnitt ging.

Starke Anfangsphase reichte nicht

In den letzten zehn Minuten zeigten die Gastgeber dann, welches Potential in der Mannschaft steckt. Heid Johannes aus der Distanz, Mayer Thomas (20 Punkte) von der Freiwurflinie und Daniel Stawowski (20 Punkte) unter dem Korb sorgten für schier unlösbare Probleme beim ASV. Neuzugang Dreschner (13 Punkte) überzeugte dazu noch mit seinem Zug zum Korb. Zwar hielt Gabriel Wiedemann seine Mannschaft mit zwei weiteren Dreipunktewürfen bis zwei Minuten vor dem Ende im Spiel, doch in der Folge waren es die Regensburger, die die entscheidenden Körbe erzielen konnten.

Für eine unschöne Szene sorgte dann knapp dreißig Sekunden vor dem Ende Regensburgs Spieler Markus Höß, als er bei einer Sieben-Punkte-Führung Gabriel Wiedemann bei einem Dreipunktewurf unsportlich foulte. Einige Freiwürfe später feierten die Gastgeber dann den hart umkämpften 89:81 – Heimsieg, während auf Chamer Seite hängende Köpfe, aufgrund des möglichen Auswärtssieges, zu sehen waren.

Für den ASV spielten: Gabriel Wiedemann (29 Punkte / 6 Dreier), Simon Zierl (19/3), Patrick Kamm (10/1), Samuel Wiedemann (10/1), Vidoje Lukovic (8), Andreas Koller (3), Sebastian Zierl (2), Andi Cumurija, Daniele De Rossi, Louis Keber, Julian Klauk und Christian Wingenfeld.

Pause kommt gerade Recht

„Wir haben 30 bis 35 Minuten gut gespielt und konnten das Spiel nicht so stark beenden wie noch im Spiel gegen Neuötting“, resümierte Melton die Partie. Mitte der zweiten Hälfte hatte der ASV Coach sein erstes technische Foul seit über fünf Jahren bekommen, als er sich über einen ausgebliebenen Pfiff beschwert hatte, nachdem ein Chamer Spieler beim Wurfversuch gestoßen wurde. „Wir müssen an unserer Verteidigung arbeiten, nachdem wir jetzt zum zweiten Mal knapp 90 Punkte zugelassen haben“, hat der Headcoach des ASV aber schon Verbesserungspotential entdeckt.

Hinzu kommt, dass die Mannschaft gerade in der zweiten Halbzeit zu viele Freiwürfe verworfen hat. Gerade in so engen Spielen rächt sich dies häufig zum Ende einer Partie. „Die Spieler müssen sich aber immer noch an die neuen Systeme gewöhnen. Es ist gut, dass wir jetzt zwei volle Trainingswochen Zeit haben, um an diesen Dingen zu arbeiten und diese Zeit wollen wir auch nutzen“, ist Melton froh, dass der ASV am kommenden Wochenende spielfrei hat. Aufgrund des Rückzugs des TSV Olching, hat man ein Spiel weniger zu absolvieren und die Trainingseinheiten können besser genutzt werden.

Die aktuelle Tabelle: https://www.basketball-bund.net/index.jsp?Action=102&liga_id=25214

Hinweis: Das nächste Spiel der Basketballer findet am Sonntag, den 28. Oktober 2018 um 15.00 Uhr in der Chamer Zweifachturnhalle statt. Der Gegner ist dann der Tabellenneunte TuSpo Heroldsberg.

Foto: Raphael Wiedemann (PhotogRAPHY)

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