U16 schlägt sich tapfer auf Bayerischen Meisterschaft

von Andreas Koller

Die Herrenmannschaft des ASV Cham gewann zum ersten Mal den Bezirkspokal. Doch an einem turbulenten Wochenende der Basketball-Abteilung war auch die U16 im Einsatz. Die Chamer Mannschaft war als Vertreter des Bezirks Oberpfalz in Nürnberg vertreten und konnte dort einen beachtlichen vierten Platz einnehmen.

Der Respekt war beim Betreten der Halle bereits spürbar. Schließlich standen sich mit dem Nürnberger Basketball Club und TTL Basketball Bamberg gleich zwei Kooperationspartner von Bundes- bzw. Zweitligisten gegenüber. Auch der Blick auf dem Spielplan machte die Sache nicht leichter. Die TG Würzburg war der erste Gegner der Chamer U16. Kein geringerer als Deutschlands bester Korbjäger, Dirk Nowitzki, hat sein Handwerk ursprünglich in Würzburg gelernt.

Auftaktsieg gegen Würzburg

Die ASV-Youngsters starteten nervös in die Partie. Der Favorit aus Würzburg konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen. Dennoch mussten Interimstrainer Gerhard Köstner und seine Jungs mit einem 11:14 – Rückstand in die Viertelpause gehen. Die taktischen Vorgaben, die Mitte dicht zu machen und aus einer guten Verteidigung heraus immer wieder Schnellangriffe zu laufen, wurden umgehend umgesetzt. Ohne einen einzigen Gegentreffer und mit 17 Punkten in der Offensive zeigte der ASV ein bärenstarkes zweites Viertel.

Der Chamer Nachwuchs war allerdings nur mit sieben Feldspielern angereist und musste das Tempo in der zweiten Hälfte reduzieren. Es gestaltete sich eine ausgeglichene zweite Halbzeit. Am Ende zeigte die Anzeigetafel jedoch einen 47:36 – Erfolg des ASV Cham.

München, Bamberg und Nürnberg eine Nummer zu groß

Mit dem Sieg im Rücken wartete der TS Jahn München als nächster Gegner. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt war mit zahlreichen JBBL-Spielern aus der Jugend-Basketball-Bundesliga besetzt. Mit einer Ganzfeld-Mann-Presse wurde die Chamer Mannschaft durchgehend unter Druck gesetzt und die Mannschaft von Gerhard Köstner fand zu keiner Zeit in die Partie. Letztlich fiel die Niederlage mit 28:107 aber etwas zu hoch aus. „Die Jungs haben super gekämpft und klasse dagegen gehalten“, war Köstner dennoch stolz auf seine Spieler.

Am Sonntag übernahm dann Simon Zierl wieder das Traineramt. Als frisch gebackener Bezirkspokalsieger mit der Herrenmannschaft versuchte er die Mannschaft noch einmal zu motivieren. Im Halbfinale war der Serienmeister als Bamberg jedoch eine Nummer zu groß. „Die Jungs hatten von Beginn an einfach zu viel Respekt“, so Zierl. Die sieben Spieler hatten zudem am ersten Tag bereits viele Kräfte gelassen und mussten sich letztlich mit 29:76 geschlagen geben.

Im Spiel um Platz drei wartete dann Gastgeber Nürnberg auf den ASV. Jugendspieler Lukas Pryszcz traf dort auf einige Teamkollegen der Nürnberger JBBL-Mannschaft. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel (22:29), in den letzten zwanzig Minuten mussten der Chamer Nachwuchs dann jedoch abreißen lassen. Trotz der 43:62 – Niederlage belegte der ASV am Ende einen beachtlichen vierten Platz. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und wir haben gut zusammengespielt“, lobte der ASV-Coach seine Spieler.

Positives Saisonfazit

„Mit dem Abschneiden der Jugend konnten wir ein Ausrufezeichen setzen. Die durften sich am Wochenende unter anderem an Bamberg, dem deutschen Serienmeister, auf der Bayerischen Meisterschaft messen. Das ist eine super Sache für den Verein“, zeigte sich auch Herrentrainer Kevin Decker zufrieden mit dem Abschneiden der jungen Basketball-Talente.

Die Spieler konnten durch die Duelle mit absoluten Spitzenmannschaften viele Erfahrungen sammeln und machten sich mit durchweg positiven Gefühlen auf den Heimweg nach Cham. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben letztlich das Optimum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt“, fasste Simon Zierl das Wochenende zusammen. Der Blick richtet sich nun auf die Sommerpause. Hier soll und muss wieder der Grundstein für eine erfolgreiche Saison 2016/17 gelegt werden.

Für den ASV spielten in Nürnberg: Lukas Pryszcz (44 Punkte/ 4 Dreier), Sebastian Weigl (35), Andi Cumurija (33/1), Patrick Zilker (19), Johannes Mühlbauer (11), Samuel Dendorfer (4) und Tobias Niermeier (1).

Foto (v. l. n. r.): Johannes Mühlbauer, Sebastian Weigl, Baran Baygin (Co-Trainer), Tobias Niermeier, Patrick Zilker, Samuel Dendorfer, Lukas Pryszcz, Andi Cumurija, Simon Zierl (Trainer) in den Meisterschafts-Shirts.

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