Decker weiterhin an der Seitenlinie des ASV

von Andreas Koller

Kurz nachdem bekannt wurde, dass die Chamer Basketballer auch in der kommenden Saison in der Bayernliga an den Start gehen werden, haben die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen gemacht. Headcoach Kevin Decker verlängert seinen Vertrag um eine weitere Saison.

Beide Parteien gehen demnach in die dritte gemeinsame Spielzeit. „Wir sind froh, dass Kevin und sein Trainerteam weitermachen. Kai Berger und er haben in den vergangenen Jahren viel für den ASV und die Mannschaft geleistet. Für uns war es nur der logische Schritt, mit beiden auch in die Saison 2017/2018 zu gehen“, so ein sichtlich zufriedener Andreas Koller.

Der Klassenerhalt in der Bayernliga war sicherlich ein entscheidender Faktor bei der Vertragsverlängerung. „Ich freue mich natürlich auf ein weiteres Jahr mit der Mannschaft zu arbeiten“, spricht Decker nach der Verlängerung. Dem Trainer steht dabei auch in der kommenden Saison Kai Berger als Individualtrainer zur Seite. Der Großteil des Kaders bleibt beisammen. Auch wenn mit Gabriel Wiedemann und Patrick Kamm zwei feste Stützen das Studium in den kommenden Monaten erfolgreich beenden werden, will man auch die Absolventen in der Heimatregion halten.

Seit Jahren baut die Abteilung auf Eigengewächse und will somit die Identifikation bei den Zuschauern hoch halten. Nicht überraschend daher, dass die Zweifachturnhalle des ASV mit knapp 80 – 120 Zuschauern bei Heimspielen zu den bestbesuchtesten Hallen der Bayernliga gehörte. Dennoch ist es möglich und denkbar, auch erfahrene externe Spieler mit ins Boot zu holen, um die jungen Spieler in der zweiten Bayernliga-Saison zu unterstützen. „Wenn der Spieler charakterlich zu uns passt, sehe ich hier keinerlei Probleme“, so Kapitän Andreas Koller.

Um den eigenen Nachwuchs allerdings nicht zu vernachlässigen, wurde auch eine zweite Herrenmannschaft ins Leben gerufen. Primär, um den jungen Nachwuchsspielern die Möglichkeit zu geben, sich an den Seniorenbereich zu gewöhnen, aber auch Freizeitspieler sind hier herzlich willkommen. Knapp drei Wochen sind es noch, denn für Anfang Juli hat Coach Kevin Decker den Trainingsstart terminiert. Dann mit dem Ziel, mehr Siege einzufahren, als noch im vergangenen Jahr.

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"Die Spieler haben das Potential"

Der neue und alte Headcoach der Chamer Basketballer im Interview nach der Vertragsverlängerung:

Freuen Sie sich auf die anstehende Herausforderung?

Ich freue mich natürlich darauf ein weiteres Jahr mit der Mannschaft zu arbeiten. Die Herausforderung ist aber gerade wegen der Ligenzusammensetzung schon höher. Wir brauchen zehn Siege, um sicher zu sein und wenn vier Absteiger aus der Regionalliga runter kommen, macht dies die Situation nicht leichter. Die Mannschaften, die wir letztes Jahr geschlagen haben sind größtenteils entweder abgestiegen oder sind nicht mehr in unserer Liga. Mit nur zwei Aufsteigern in der Liga ist es natürlich nicht einfach, diese zehn Siege möglichst schnell zu bekommen. Es liegt zum Großteil auch wieder an den Jungs, wie weit wir kommen werden.

Was steht in den kommenden Wochen an und wann beginnt die Vorbereitung?

Anfang Juli ist für uns der Start in die Vorbereitung. Ich hoffe, dass wir bis dahin noch ein paar Spielergespräche führen können, dass die zweite Mannschaft schon gestartet hat, damit ich mir noch ein paar Spieler anschauen kann. Hauptinhalte der Vorbereitung sind individuelle Verbesserungen und auch im Fitnessbereich wollen wir sehen, wie hier der Stand ist.

Wie sieht die aktuelle Kadersituation aus und sind Neuzugänge geplant?

Im Endeffekt wird sich hier etwas verschieben, da Gerhard Köstner seine aktive Karriere beendet hat und nicht mehr zur Verfügung steht. Möglicherweise gibt es auch noch weitere Verschiebungen hinsichtlich Herren 2. Genaueres kann man jetzt noch nicht sagen. Wir wollen natürlich schon, dass sich der Kader noch etwas verbessert. Ich bin aber jetzt auch positiv gestimmt, wenn es bei dem Kader bleiben würde. Das Potential haben auch die Spieler, die wir aktuell zur Verfügung haben. Wenn die sauber arbeiten, geht es auch ohne Neuzugänge.

Sie haben die zweite Herrenmannschaft bereits mehrfach angesprochen. Welche Intention verbirgt sich dahinter?

Das ist einfach erklärt: Aufgrund der Auf- und Abstiegsregelungen in der Bayernliga ist es so, dass es keine Minuten zu verschenken gibt. Es geht von der ersten Sekunde an um jeden Korbpunkt – zumindest bis zu dem Zeitpunkt bis man zehn Siege auf dem Konto hat. Bis dahin muss sich jeder Spieler seine Minuten verdienen. Um all den talentierten Jugendspielern allerdings die Möglichkeit zu geben zu spielen und Fehler zu machen, brauchen wir einfach eine zweite Herrenmannschaft. Nur so können wir die Spieler nach vorne bringen.

Foto: PhotogRAPHY (Raphael Wiedemann)

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