Doppel-Derby für die Damen

von Andreas Koller

„Mehr als zufrieden“ zeigte sich Headcoach Gerhard Köstner am Sonntagabend. Zwei Derbys hatten seine Damen zum Rückrundenauftakt zu absolvieren. Das erste gegen den TSV 1880 Schwandorf endete mit einem Sieg und das zweite gegen Aufstiegsaspirant FC Tegernheim mit einem „gefühlten Sieg“, so der Coach.

Mit stark dezimierter Mannschaft und davon zwei angeschlagenen Spielerinnen, die wegen gesundheitlicher Probleme eigentlich nicht hätten spielen sollen, reiste das „Team Adler“ zum Auswärtsspiel nach Tegernheim. „Ich gebe ganz offen zu, dass ich für diese Begegnung eine klare Niederlage einkalkuliert habe“, sagt Gerhard Köstner. Nach dem deutlich verlorenen Hinspiel (39:61) und mit einer angeschlagenen Mannschaft stufte er das Spiel beim Ligafavoriten als „Vorbereitungsspiel für nächstes Wochenende“ ein.

Gute Mannschaftsleistung

Was das erste Viertel betrifft, sollte er noch Recht behalten, denn das verloren die Damen deutlich mit 2:17. Aber dann hatten sie sich auf den Gegner und die schwierig zu spielende Halle eingestellt und lieferten ein starkes Spiel, das am Ende nur knapp (60:54) verloren ging. „Ich bin begeistert, dass wir trotz Verletzungen eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt und ab dem zweiten Viertel richtig guten Basketball gespielt haben. Und das, obwohl der Boden, der sehr rutschig war, unserem schnellen Spiel nicht gerade zu Gute kam“, äußerte sich der Headcoach.

Verena Seidl trifft stark

Besonders die Verteidigung der Damen war große Klasse. Hier gab es für die Tegernheimer oftmals kein Durchkommen. In der Offense wurde Topscorerin Elena Bistrian vom Gegner gedoppelt und kam kaum zu freien Distanzwürfen. Deshalb stellte Köstner das Spiel um und positionierte Bistrian zentral, um die Bälle zu verteilen. „Wir haben von außen Verena Seidl, die sicher trifft, und unsere Center Steffi Straßburger und Erin Straka, die zum Korb ziehen können und auch in der Rebound-Arbeit stark sind“, sagt Köstner. So war das Doppeln der Topscorerin keine Schwächung mehr, denn Verena Seidl, zeigte mit 24 Punkten ihr stärkstes Spiel der Saison und war vor allem von der Dreierlinie sehr erfolgreich.

Stabil im Mittelfeld

Das Spiel vom Wochenende zuvor gegen den TSV 1880 Schwandorf gewannen die ASV-Damen souverän mit 57:49. „Dieses Spiel musst du gewinnen, wenn du mit dem Abstieg nichts zu tun haben willst“, so Köstner. „Unser klares Ziel war von Anfang an, die Liga zu halten. Deshalb müssen wir auf jeden Fall vor Schwandorf und Erlangen bleiben.“ Gegen beide Mannschaften konnte bereits ein Sieg eingefahren werden. Das zweite Aufeinandertreffen steht noch aus – Erlangen reist bereits am kommenden Sonntag nach Cham. Die ASV-Damen haben sich nach ihrem Aufstieg auf dem fünften Platz und damit stabil im Mittelfeld der Bezirksklasse positioniert und die Vorzeichen stehen gut, dass sie die Liga auch halten werden. „Die Generalprobe für das wichtige Spiel nächstes Wochenende ist definitiv gelungen“, sagt der Headcoach. „Jetzt liegt unser Fokus ganz auf Erlangen.“

Die Damen freuen sich über zahlreiche Zuschauer zum Spiel gegen den TB 1888 Erlangen 2. Tip-Off ist am Sonntag, 29.Januar um 17:15 in der Mehrzweckhalle über dem Hallenbad in Cham.

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