Mannschaftsgeist bewiesen

von Stefanie Straßburger

Trotz personeller Engpässe lieferten die Basketballerinnen eine beeindruckende Teamleistung ab
Eine 45:60-Niederlage mussten die ASV-Basketballerinnen am Wochenende gegen Post SV Nürnberg 3 einstecken. Trotzdem finden Coach, Zuschauer und sogar Gegner nur lobende Worte.
Personell stark dezimiert konnten die Mädels um Headcoach Gerhard Köstner nur zu sechst antreten. Die Gegnerinnen aus Nürnberg – ein routiniertes Team, das im oberen Tabellendrittel mitspielt – waren klarer Favorit der Partie. Nichtsdestotrotz wollten Kapitän Sabrina Janker und ihre Mannschaft bis zum Schluss alles geben. Auch, um ihrer verletzten Topscorerin Elena Bistrian, die auf der Zuschauerbank saß, Mut zu machen.

“Starke Reaktion”

„Die Mannschaft hat eine ganz starke Reaktion auf die Personalprobleme der letzten Wochen gezeigt“, äußert sich Gerhard Köstner nach dem Spiel. „Zu sechst so ein Spiel hinzulegen, erfordert absoluten Zusammenhalt – und den haben wir gezeigt“.
Während der ersten Halbzeit konnten die Chamerinnen dem Mit-Aufstiegsfavoriten sehr gut Paroli bieten und lieferten sich ein enges Spiel. Zwischenzeitlich führten sie sogar mit sechs Punkten. Diesen Vorsprung zu halten, war auf Grund des kleinen Kaders und der damit nicht möglichen Verschnaufpausen zu schwer. „Respekt“, hieß es am Spielende von Seiten des gegnerischen Trainers – und auch die zahlreichen Zuschauer bekamen ein ansehnliches Spiel geliefert, das von hohem Körpereinsatz und vielen spannenden Situationen geprägt war.

Mehr Verantwortung für jede einzelne

„Wir haben die Gegner mit unserer guten Verteidigung immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt“, sagt Köstner. „Unser Passspiel funktionierte ebenfalls sehr gut, so dass es uns gelungen ist, den freien Mann zu finden.“ Die Verletzung von Elena Bistrian hat noch mehr Verantwortung auf die Schultern jeder einzelnen Spielerin gelegt. Aber dieser Verantwortung wurden sie gerecht: Besonders Erin Straka hat eine sehr starke Leistung abgeliefert. Aber Köstner möchte in diesem Spiel niemanden unerwähnt lassen: „Erin, Verena (Seidl) Sabrina (Janker) und Steffi (Straßburger) sind unsere Leistungsträgerinnen, auf deren Schultern sehr viel lastet. Und damit sind sie sehr gut umgegangen. Den größten Sprung hat Kristina (Großkreuz) gemacht. Sie war in der Verteidigung immer am Ball, hat immer wieder Steals geholt und wurde dafür auch mit ihren ersten zwei Punkten im Spiel belohnt. Mit ihrer kämpferischen Einstellung hat sie die gesamte Mannschaft mitgerissen.“
Ein besonderer Dank gilt auch Corinna Heigl: Sie ist wegen der Personalnöte kurzfristig und fast ohne Training eingesprungen. „Alle Aufgaben, die sie bekommen hat, hat sie motiviert gelöst und sie war eine wichtige Anspielstation für die gesamte Mannschaft“, so Köstner.

Fokus auf dem nächsten Spiel

Dass der hohe Druck über 40 Minuten nicht aufrechterhalten werden konnte, findet er einerseits logisch, andererseits auch schade – gerne hätte er „seine“ Mädels für ihren Einsatz belohnt.
Aber der Fokus liegt bereits eine Woche weiter: Nächstes Wochenende kommt Feuchtwangen – ein direkter Konkurrent um die Plätze im Tabellenmittelfeld. Mit den einigen krankheitsbedingten Rückkehrern wird der Kader am kommenden Sonttag wieder etwas größer sein. „Damit besteht die Hoffnung, konsequent durchzuwechseln, den einzelnen Spielerinnen Verschnaufpausen zu geben und den Druck in der Verteidigung 40 Minuten aufrecht zu erhalten“, sagt der Headcoach und hofft wieder auf zahlreiche Unterstützung durch die heimischen Fans. Tip-off ist am Sonntag, 4.3. um 17:15 in der Mehrzweckhalle über dem Hallenbad in Cham.
Für den ASV Cham spielten: Erin Straka (17 Punkte), Verena Seidl (11 Punkte, 3 Dreier), Steffi Straßburger (8 Punkte), Sabrina Janker (7 Punkte), Kristina Großkreuz (2 Punkte) und Corinna Heigl. Viertelergebnisse: 14:12, 10:17, 9:17, 12:14. Endergebnis: 45:60.

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